30 Jahre Soulcats

1989 – 2019: 30 Jahre SOULCATS

In den ausgehenden 80-er Jahren gehörte Soulmusik nicht unbedingt zum Soundtrack des aktuellen Musikgeschehens. Aber vielleicht war es gerade deshalb eine gute Idee, im Mai 1989 eine Band auf die Bühne zu bringen, die gegen jeden Zeitgeist großartige Soulmusik spielte. Und das gleich in 12-köpfiger Besetzung! Das Publikum jedenfalls hatte auf die Big Beats dieser großen Band offensichtlich nur gewartet und war von Anfang an auf dem Dancefloor. So starteten die SOULCATS mit drei ausverkauften Konzerten im legendären Kölner “Underground” eine bemerkenswerte Karriere.

Soulcats ca. 1990, Foto: Petra Fischer

In den folgenden Jahren bereiste die Formation die Republik und erspielte sich landauf, landab mit unzähligen Konzerten eine großartige live-Reputation. Sie eröffneten das Kölner E-Werk, zahlreiche Fernsehauftritte erhöhten die Popularität, zwei live-Alben erschienen, und im Sommer 1991 spielten die SOULCATS vor 140.000 Menschen als Headliner auf dem Bonner Rheinkulturfestival. 1994 avancierten sie für 100 TV-Aufzeichnungen zur Studioband der RTL-Nachtshow. Ende der 90-er Jahre löste sich die Band löste auf.

Soulcats ca. 1990, Foto: Petra Fischer

Die Wiederauferstehung: 

Zwei Herren konnten sich jedoch nicht damit abfinden, auf Dauer auf den Spirit und den Spaßfaktor dieser Musik zu verzichten. So erweckten Saxophonist Bernd Delbrügge und BAP-Bassist Werner Kopal die Band nach Jahren des Dornröschenschlafs 2014 zu neuem Leben.

Bernd Delbrügge und Werner Kopal, Foto: Matthias Baus

Der Kölner Stadtanzeiger schrieb über das Comebackkonzert: „Nach 14 Jahren sind die SOULCATS auf die Bühne zurückgekehrt. Gut, dass sie es getan haben. Beim Konzert im ausverkauften Stadtgarten glänzten die groovenden Hit-Verwerter mit einer exquisiten, frischen Programm Mischung. Erstaunlich, dass selbst Nirvanas „Smells like teen spirit“ derart umgestrickt funktioniert. Im Zugabenteil zeigte sich noch einmal die ganze Bandbreite: Da prallte der 68-er Hit „Son of a Preacher Man“ auf Pharrell Williams‘ „Happy“, den Renner der Saison – und es passte.“

Soulcats 2015, Foto: Claudio Kalex

Mit frischer Energie und einer deutlich verjüngten Besetzung haben die SOULCATS ihr Songbook neu sortiert. Katy Perry´s “I kissed a Girl” spielen sie als Soulpolka. Sie arrangieren Filmmusik (“Freedom” aus Quentin Tarantino´s “Django Unchained”) und Neo-Soul Hits von Amy Winehouse, Adele und Paolo Nutini. Im Programm finden sich Titel des schwedischen Posaunisten Nils Landgren und der New Yorker Avantgarde-Funk Band Slickaphonics, und selbstverständlich haben sie auch große Soulklassiker im Gepäck. Z.B von Al Green, Etta James und Marvin Gaye. Musikalischer Eklektizismus führt bei den SOULCATS eben nie ins Abseits.

Aktuelle Besetzung:

Werner Kopal, bass
Dirk Ferdinand, drums
Till Schumacher, keys
Thilo Hornschild, git
Titia Handoko, voc
Julia Leisen, voc
Ebasa Pallada, trp

Susanne Weidinger, bariton saxophone
Bernd Delbrügge, tenor saxophone and voc
Thomas Naatz,  livesound

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